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Was ist Sarkasmus?

Sarkasmus ist beißender, verhöhnender Spott. Die Verletzung des Verspotteten oder derjenigen, denen das oder der Verspottete teuer ist, wird dabei durchaus beabsichtigt – oder doch zumindest in Kauf genommen.

Der Begriff leitet sich etymologisch vom griechischen Wort für Fleisch (sarx) und näherhin von griechisch ‚sarkasmos’ her. ‚Sarkasmos’ bedeutet auch Zerfleischung. Der Sarkast zerfleischt gleichsam per Spott das Objekt seines Hohns.

Sarkasmus ist im Bereich der Kritik politischer und gesellschaftlicher Zustände aufgrund seines großen Aufmerksamkeitserregungspotenzials ein beliebtes Ausdrucksmittel, dessen sich schon die großen Redner der Antike bedienten. Sarkasmus wird aber auch im privaten Bereich verwendet. Je nach Stimmung und Interesse kann man im Grunde jede Kommunikation sarkastisch würzen – oder verderben.

Abgrenzungen

Abgrenzen sollte man den Sarkasmus von Ironie, Zynismus und Sardonismus.

Unterschied zur Ironie

Ironie ist eine Aussagetechnik, die – zumindest in ihrer Basisvariante – das Gemeinte durch sein Gegenteil ausdrückt.

Sarkasmus kann sich dieser Technik des Indirekten bedienen, muss es aber nicht, denn er kann auch direkt ‚zubeißen’.

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Somit ist Sarkasmus keine Form der Ironie, überhaupt weniger eine Technik als vielmehr Ausdruck einer eindeutigen Absicht. Wo die Ironie die Ambivalenz der Phänomene umtänzelt, geriert sich der Sarkasmus parteiisch und möchte seinen Gegenstand ‚zerstören’.

Unterschied zum Zynismus

Zynismus ist sozusagen ein zur generalisierten Haltung ausgewachsener Sarkasmus ohne Werte. Zynismus ist ein dauerhafter Charakterzug. Der Zyniker läuft gleichsam stets mit dem Hammer herum und zertrümmert Normen und Werte aus Prinzip. Er kann sich ihnen auch zum Schein anpassen, lässt sie aber de facto nicht gelten. Das zeigt sich immer dann, wenn Werte in Konflikt mit seinen egoistischen Interessen geraten. Das Zynische wird oft von Bitterkeit und Gemeinheit begleitet.

Sarkasmus ist eher punktuell, zumindest kein Charakterzug. Sarkasten sind zwar auch oft – wenngleich sicher nicht immer – bitter, verletzend und gemein, aber mehr aus einer Enttäuschung und Frustration heraus, die gerade zeigt, dass sie Werte und Moralvorstellungen innerlich noch nicht, wie der Zyniker, ad acta gelegt haben.

Unterschied zum Sardonismus

Sarkasmus wird auch häufig mit Sardonismus verwechselt. Beide sind Formen des Spottes. Während aber der Sarkasmus bissig und höhnisch ist, kommt der Sardonismus grimmig daher und verrät einen gewissen Schmerz.

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